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Frauen in Führungspositionen

Frauen in Führungspositionen

Frauen in Führungspositionen: Vorteile, Herausforderungen und Chancen

“In Zukunft wird es keine weiblichen Führungskräfte mehr geben. Es wird nur Führungskräfte geben.” – Sheryl Sandberg, CEO Facebook

Wahrere Worte wurden noch nie gesprochen. Da Unternehmen weltweit an der Schaffung einer geschlechtsspezifisch ausgewogenen Belegschaft arbeiten, wird dies bald Realität werden. Die Unternehmensberatung Accenture hofft, bis 2025 eine geschlechtsspezifische Gleichberechtigung der Belegschaft zu erreichen und rechnet damit, dass bis 2020 25 % der Geschäftsführerinnen weltweit Frauen sein werden.

Mehr weiblich besetzte Führungspositionen zu haben wird seit einigen Jahren diskutiert. Es besteht kein Zweifel, dass es heute mehr weibliche Führungskräfte gibt, als je zuvor. Allerdings sind die Zahlen noch immer niedrig. Weniger als 5 % aller Vorstandsvorsitzenden heute sind eine Frau.

Es ist an der Zeit, dass mehr Organisationen die Gleichberechtigung in der Führung anstreben und die Pipeline der weiblichen Nachwuchsführungskräfte stärken. Während Frauen anfangen müssen, aktiv an ihrer Karriere zu arbeiten, müssen Männer weibliche Chefs akzeptieren und die Kolleginnen um sie herum stärken.

 

Der Wettbewerbsvorteil, den weibliche Führungskräfte einem Unternehmen bieten

Weibliche Führungskräfte zeichnen sich durch Soft Skills und emotionale Intelligenz aus, die sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil erweisen können. Eine Studie der Hay Group Division aus dem Jahr 2016 zeigt, dass sie bei fast allen Kompetenzen der emotionalen Intelligenz besser abgeschnitten haben als Männer, mit Ausnahme der emotionalen Selbstkontrolle – hier wurden keine Geschlechtsunterschiede beobachtet. Zu den Kernkompetenzen gehören emotionales Selbstbewusstsein, Konfliktmanagement, Empathie und Teamarbeit – alles wesentliche Voraussetzungen für eine effektive Führung in einem Unternehmen.

Die heutigen Geschäftsprobleme erfordern Führungskräfte mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Perspektiven und Erfahrungen. Mehr weibliche Führungskräfte zu haben, ermöglicht es beiden Geschlechtern, sich gegenseitig herauszufordern und bessere und ausgewogene Gespräche in internen und externen Meetings zu führen.

Die Ergebnisse einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY unter dem Titel „Is Gender Diversity Profitable?“ zeigen, dass die Positionen im Vorstand weit weniger wichtig sind als eine Pipeline von weiblichen Führungskräften. Es geht also nicht nur darum, einzelne Frauen an die Spitze zu bringen. In dieser Umfrage wurden 22.000 börsennotierte Unternehmen aus 91 Ländern befragt. Unternehmen müssen es Frauen auch ermöglichen, ihre Positionen im Unternehmen zu halten und sich zugleich aktiv um ihre Familien zu kümmern. Je größer der Pool der Nachwuchstalente, desto mehr Mitarbeiterinnen können es an die Spitze schaffen. Dies wird es zu einem Gewinn sowohl für die Frauen als auch für die Unternehmen, in denen sie tätig sind.

 

Herausforderungen und Chancen

Die Geschlechterkluft am Arbeitsplatz bleibt ein großes Problem vieler Unternehmen. Solange Anteilseigner und Aufsichtsräte nicht über die traditionelle Rollenverteilung hinausgehen und wirklich danach streben, ihre Belegschaften vielfältig und integrativ zu gestalten, werden die Unternehmen nicht in der Lage sein, Kreativität zu entwickeln, Innovationen zu fördern und die Grenzen des Wachstums ihrer Unternehmen zu überschreiten.

Tatsache ist, dass beide Geschlechter Seite an Seite arbeiten, durch die gleichen Flure gehen und die gleichen geschäftlichen Herausforderungen meistern. Dennoch erleben sie den Arbeitsplatz in gewisser Weise zwangsläufig anders. Obwohl beispielsweise viele Arbeitgeber damit begonnen haben, großzügigen Mutterschaftsurlaub anzubieten, haben Frauen mit der Angst zu kämpfen, bewertet und abgestuft zu werden, weil sie eine Berufspause machen. Entgegen der landläufigen Meinung schmälert die Mutterschaft jedoch nicht den Karrierewunsch. Tatsächlich ist es genauso wahrscheinlich, dass berufstätige Mütter eine Führungsposition anstreben wie Frauen ohne Kinder.

Obwohl Organisationen begonnen haben, Maßnahmen zur Unterstützung und Gleichbehandlung ihrer weiblichen Belegschaft zu ergreifen, müssen auch Frauen ihren Platz in der Organisation einnehmen. Sie müssen proaktiv an ihrer Karriere arbeiten, jede Erfahrung in eine Chance verwandeln, ihren Zugang zu Führungspositionen maximieren und niemals an ihren Fähigkeiten zweifeln.

Die Forderung nach mehr weiblichen Führungskräften sollte kein Wettlauf um die Erfüllung einer Quote sein. Es sollte vielmehr um die Maximierung des Potenzials eines Unternehmens, bessere Entscheidungsfindung, höhere Mitarbeiterbindung und mehr Innovation gehen. Eine Organisation, in der Frauen auf jeder Stufe im Management zu finden sind, wird ein besserer Arbeitsplatz für alle sein.

 

Die Situation in Deutschland im Vergleich mit dem Ausland

Weltweit betrachtet steigt der Anteil von Frauen in Führungspositionen weltweit an. Global betrachtet sind im Jahr 2019 29 % der Führungspositionen mit Frauen besetzt, der höchste jemals erreichte Wert. 87 % der global tätigen Unternehmen haben 2019 mindestens eine Frau in einer Führungsposition. Allerdings ist der Anteil in der Führungsebene je nach Rolle unterschiedlich. So sind 43 % der Personalverantwortlichen weiblich, jedoch nur 17 % der Vertriebsleiter und 16 % im technischen Bereich.

In der EU ist nur jeder dritte Manager eine Frau. Deutschland liegt mit einem Anteil von 30,6 % auf den hinteren Rängen, gefolgt von Italien mit 27,9 %. Weit höher ist der Anteil in Frankreich mit 37,6% und dem Vereinigten Königreich mit 37,2 %. Unter den größten börsennotierten Unternehmen in der Europäischen Union waren 2019 nur 17,6% der Führungskräfte und 6,9% der CEOs Frauen. 

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es im Artikel von Global-Cultures.de !

Von Frauen werden besondere Fähigkeiten erwartet

Einige Firmen fördern aktiv die Risikobereitschaft und das Mentoring ihrer weiblichen Mitarbeiter, um ihnen zu helfen, ihre Karriere zu entwickeln.

Diese Strategien können alleine genügen jedoch nicht, um den „Gender Gap“ im Unternehmen zu bezwingen. Nachdem sie jahrzehntelang von Männern in Führungspositionen umgeben waren, entwickeln Frauen oft ein typisches Mitarbeitersyndrom, was sie am beruflichen Erfolg hindern kann. Frauen müssen das Gefühl der Unzulänglichkeit überwinden und zugleich sicherstellen, dass sie eine positive Einstellung haben und ihre Ziele im Auge behalten.

Viele Frauen fürchten das Scheitern, wenn sie annehmen, dass das Scheitern bedeutet, dass sie nicht auf eine bestimmte Position gehören oder nicht ausreichend qualifiziert dafür sind. Dabei ist das Scheitern ein notwendiges Übel. Scheitern gehört zu jedem Karriereschritt dazu und muss akzeptiert werden. Wer keine Risiken eingeht und dennoch scheitert, wird keinen Erfolg haben.

Es ist auch wichtig für Frauen, sich mit intelligenten Menschen und einem starken Team zu umgeben, wenn sie versuchen, in einem von Männern dominierten Unternehmen die Karriereleiter hinaufzusteigen. Jede Führungskraft in einem Unternehmen benötigt ein starkes System an Unterstützern. Ein solches ermöglicht es, eine konstante Perspektive darauf zu haben, was im persönlichen und beruflichen Leben wichtig ist.

Letztendlich hängt der Erfolg als Führungskraft stark davon ab, ob die Person über die notwendigen geschlechtsneutralen Kernkompetenzen verfügt. Einige der notwendigen Attribute für erfolgreiche Führungskräfte sind:

 

Geduld

Erfolg kommt nicht über Nacht. Eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zum Erfolg ist das Scheitern. Manager müssen auch bei Versagen geduldig sein und es als demütigende Lektionen und Lernerfahrungen nutzen. Geduld ist auch in Alltagssituationen unerlässlich. Sie hilft, Distanz zu einer Situation einzunehmen, um klar darüber nachzudenken, und dann die vorteilhafteste und effektivste Antwort zu erarbeiten.

 

Selbstvertrauen

Frauen sollten keine Angst haben, sich in ihren Siegen sicher zu fühlen, egal ob es sich um einen kleinen oder großen Sieg handelt. Männern fällt dies meist leichter. Die Erfahrung, die Arbeit, die Erfolge, das Wissen aus erster Hand gehen alle in das ein, was jede Führungskraft denkt und macht. Aufbauend auf diesen Bereichen zu Beginn der Karriere wird jede Frau in die Lage versetzt, Menschen zu finden, die ihrem Beispiel folgen wollen. Emotionen am Arbeitsplatz zu vermeiden ist dabei nicht notwendig. Führungskompetenz basiert nicht auf einem „harter Kerl“-Stil. Weibliche Führungskräfte kümmern sich sehr intensiv um ihre Mitarbeiter und sie spüren es.

 

Erreichbarkeit

Frauen in der Führungsebene, die von einem Unterstützungssystem profitiert haben, dürfen nicht vergessen, dass sie immer noch Teil der Unterstützungssysteme anderer sind. Um die Position zu halten und weiter beruflich voran zu kommen, muss die Person weiterhin unterstützt werden. Dies geschieht nur, wenn sich die Mitarbeiter wohl fühlen, weiterhin mit dieser Person zu arbeiten und mit ihr zu sprechen. Führungskräfte müssen für Ihre Mitarbeiter und Kollegen zugänglich sein. Andernfalls werden sie in einer Blase arbeiten und nicht hören und lernen, was täglich in und außerhalb des Unternehmens geschieht.

 

Die Debatte über Frauen in Führungspositionen nimmt kein Ende, obwohl es so viele Gründe gibt, die dafür sprechen! Erfahren Sie hier mehr über das spannende Thema!

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